Panem (10. Januar)

Oh, du mein Mittribut,

Oh du Feind auf's Blut.

Oh du dem Tod Geweihter,

Oh du zum Mord Bereiter.

Oh du Kämpfer ohne Herz,

Oh du, der du fühlst nicht Schmerz.

 

Nur Mut, nur Mut,

Oh du geliebtes Mittribut.

Lass dreiundzwanzig liegen

Tot; dann sollst du siegen.

Nur Mut, komm, gib nicht auf:

Töt' mich, und dann lauf!

 

Für dich geb' ich all mein Blut,

Oh du geliebtes Mittribut.

Ohne dich kann ich nicht leben,

D'rum will ich es dir geben.

Doch in plötzlich' Menschlichkeit

Gewinnen wir zu zweit.

Kommentare: 1
  • #1

    Josephine (Mittwoch, 19 Februar 2014)

    Falls ich irgendwelche Urheberrechte verletzt habe, muss ich vielmals um Entschuldigung bitten - aber ich habe alle drei "Panem"-Bücher im Orginal auf Englisch bekommen und war einfach zu hingerissen.


Geh (16. Januar)

Stirb, stirb, stirb,

Grauenhaftes Grauen,

Tödlicher Tod,

Giftiges Gift.

Stirb!

 

Stirb, stirb, stirb,

Dunkle Dunkelheit,

Leise Stille,

Schrecklicher Schrecken.

Stirb!

 

Stirb, stirb, stirb,

Liebliche Liebe,

Morgendliches Morgenrot,

Glücklicher Glücksmoment.

Stirb, stirb, stirb,

Stirb, stirb, stirb,

Bote der Menschheit,

Leben und Tod.

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Kommentare: 3
  • #1

    Josephine (Mittwoch, 19 Februar 2014 13:24)

    Ein bisschen düster, aber ich bin trotzdem nicht verrückt - höchstens ein bisschen.
    Ich glaube, als ich das aufgeschrieben habe, habe ich genau gewusst, was ich sagen wollte, aber jetzt ist das Ganze zu einer Art Gehirnschmelze aus dem Mittelalter verkommen...
    Naja, jedenfalls kann es jeder wirklich frei interpretieren.

  • #2

    Jose (Mittwoch, 10 September 2014 22:13)

    Rot steht für: Blut, Tod, Blutvergießen, qualvolles Krepieren, elendig verrecken, abkratzen, verscheiden,
    abnippeln

  • #3

    Josephine (Dienstag, 23 September 2014 07:03)

    Wenn du deine Weisheiten hier los werden möchtest, finde ich das natürlich sehr schmeichelhaft, aber musst du meinen Namen benutzen?


Ich steh am Rand

Einer einzigen Bahn

Ich warte auf Dich

Und verstecke mich

Vor der Gewalt der Nacht

Diebe und Mörder laufen umher

Sie schauen mich an

Als wär' ich nicht mehr.

Doch dann kommst du

Und rettest mich!

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Kommentare: 4
  • #1

    Josephine (Montag, 10 März 2014 18:26)

    Eine Freundin hat mir das geschrieben, nachdem sie meine bisherigen Gedichte gelesen hatte. Da habe ich natürlich gleich wieder Minderwertigkeitsgefühle bekommen, weil sie so gut ist und ich so schlecht. Das Gedicht darf hier nur unter der Bedingung stehen, dass ich ihren Namen nicht nenne...Trotzdem, JFG, vielen Dank, dass war das schönste Gedicht, das ich je gesehen habe (ausgenommen Heines "Deutschland, ein Wintermärchen" und "Die schlesischen Weber")!!!

  • #2

    Jelly (Montag, 20 Oktober 2014 10:05)

    Hallo :) Sehr schones gedicht :) Sehr viele Grusse von einem anderen Kontinent in der Biblithek einer anderen Schule :) LG Jelly

  • #3

    Josephine (Montag, 20 Oktober 2014 21:49)

    Oh my god, danke, jelly!!!
    Fehlst mir wirklich.
    Schöne Grüße an die Einwohner des Kontinents:-D

  • #4

    Josephine (Dienstag, 21 Oktober 2014 13:36)

    Jelly hat das Gedicht nähmlich verbrochen, wisst ihr?


Amica Amicitia

Amica Amicitia

 

Unbedingt gebraucht

Unheimlich verbindlich

Und für immer bindend

 

Amica Amicitia

 

Vertrauen heischend

Viel verlangend

Vergiss sie nicht

 

Amica Amicitia

 

Augenblick zusammen

Zusammen weinen

Lachen

Amica Amicitia

Und ihre Freundin

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  • #1

    Josephine (Montag, 10 März 2014 18:27)

    Das war meine wirklich bemitleidenswerte "Reaktion" auf siehe oben.


Rettet die Donau - Stoppt den Kanal!!! (14.Januar)

In zehn Jahren

Sehe ich mich

An einem Graben.

Da gehe ich entlang.

Im Graben ist Wasser.

Schmutziges Wasser,

Und grauer Beton.

Ich drehe mich um,

Erkenne nichts wieder.

Frage mich:

Wo bin ich nur?

Und gehe weiter.

Da kommt ein Schild:

"Donau.

Naturschutzgebiet."

Zu meiner Zeit

War die Donau doppelt so breit,

Nicht ganz so hoch,

Und ohne Beton.

Wird sie vielleicht

Wieder grün,

Wenn Gras über die Sache wächst?

Doch wer das wegkratzt,

Sieht dann Beton.

Wieso haben sie mich nur nicht gefragt,

Einfach entschieden,

Ohne zu wissen,

Wie endgültig

Diese "Lösung" ist.

Kommentare: 1
  • #1

    Josephine (Montag, 10 März 2014 18:41)

    Ich lebe in der Nähe von Straubing, wo ja seit Ewigkeiten um den Donauausbau gestritten wird. obwohl ich zugegebenermaßen nicht gerne draußen bin, bin ich der Meinung, dass kein Mensch das Recht haben sollte, eine Landschaft, die Millionen von Jahren gebraucht hat, um so zu werden, wie sie jetzt ist, und die wahrscheinlich noch nicht einmal fertig ist, zu verändern. Gut, es lässt sich nicht verhindern, dass Häuser gebaut werden und Straßen, aber das, was sich verhindern lässt, sollte man doch auch verhindern, oder?


Da (23.Januar)

Sie sitzen da und lachen.

Was würde ich nur machen,

Wenn sie nicht da wären?

Ohne zu wissen,

Was sie mir bedeuten,

Sind sie einfach nur da.

 

Sie sind da und lachen.

Was würde ich nur machen,

Wenn ich sie nicht hätte?

Zwischendurch ein Witz,

Nur ein winzig kleiner,

Zeigt mir, sie sind da.

 

Sie sitzen da und lachen.

Was würde ich nur machen

Ohne diese Leute?

Ich weiß seit heute:

Verrückt würde ich werden,

Und irgendwann sterben.

 

Wer sind diese Leute?

Ich weiß seit heute:

Man nennt sie Freunde.

 

Und es wäre eine Lüge,

Zu sagen,

Dass ich sie nicht liebe.

 

Sie sind da und lachen.

Nur zuhörn und nichts machen,

Hören, wie sie diskutieren,

Das kann ich nicht verlieren.

Vor Freude will ich singen,

Denn meine Freunde

Sind meine Schwingen.

Kommentare: 1
  • #1

    Josephine (Dienstag, 27 Mai 2014 20:03)

    Ich liebe meine Freunde. Also wirklich. In der Grundschule hatte ich ein paar Freunde, die mich ausgenutzt haben, welche, die sich drastisch verändert haben und welche, mit denen ich seit über vier Jahren kein Wort mehr gesprochen habe. Heute ist das alles so anders. Manchmal erschrecke ich immer noch, wenn wer nett zu mir ist. Aber langsam fange ich an, zu glauben, dass ich wirklich gemocht werde. Ich sage das wahrscheinlich viel zu selten: Danke, dass es euch gibt. Ich liebe euch.


Change (23.Januar)

Schlecht.

So schlecht.

Mir ist so schlecht.

 

Kalt.

So kalt.

Mir ist so kalt.

 

Grau.

So grau.

Die Welt ist so grau.

 

Laut.

So laut.

Ihr seid so laut.

 

Und dann

Ändert sich die Musik,

Bekommt einen Ton.

 

Und dann

Ändert sich die Aussicht,

Geht jemand über den Hof.

 

Und dann

Öffne ich das Fenster,

Und es ist so  kalt,

Und wir stehn da und winken,

Und das ist

Der schönste Tag der Welt.

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  • #1

    Josephine (Dienstag, 27 Mai 2014 20:05)

    Noch mal fast das gleiche. Wenn du echte Freunde hast, ist jeder Tag der schönste deines Lebens. Natürlich realisiert man das nicht immer gleich, aber wenn man mal eine Sekunde innehält und nachdenkt, merkt man doch, wie schön das Leben eigentlich ist.