Erfolg (17.November)

Erfolg ist leicht verdient

Und oft hart erarbeitet.

Es ist das, was man will,

Und wofür man sich manchmal streitet.


Erfolg ist ungerecht,

Wie Sieg und Niederlage:

Du denkst, du hast's geschafft,

doch dann kommen schlechte Tage.


Erfolg ist auch Karriere:

Viel Glück und etwas Pech;

Egal, wieviel Erfolg du hast,

Irgendwas ist immer schlecht.


Irgendwann bist du ganz oben

Und denkst, jetzt wäre Schluss.

Doch Erfolg ist unberechenbar:

Der Absturz folgt auf dem Fuß.

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  • #1

    Josephine (Montag, 01 Dezember 2014 17:28)

    Manchmal glaube ich, überschätzt zu werden. Wenn ich zum Beispiel einmal eine gute Arbeit schreibe und dann alle noch mehr von diesem Geistesblitz erwarten. Grrrr... ich bin doch nicht Einstein!
    Oder doch?
    Und dann sauer zu sein, wenn ich mal einen schlechten Tag hatte, geht gar nicht. Daran bitte denken!


Partytime (17.November)

Sich ums Bier raufen

Und es dann saufen

Und sich betrinken

Bis zum Abwinken


Sich mit jemandem schlagen

Gute Laune haben

Das erste Mal küssen

Kotzen müssen


Sich zur Musik bewegen

Sich übergeben

Sich um Alkohol raufen

Sich maßlos besaufen


Nicht nüchtern bleiben

Unverständliches schreiben

Wetteinsatz borgen

Heimkommen am Morgen


Sich in den Falschen verlieben

Betrug und Intrigen

Das sind so Sachen

Die will ich nie machen

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  • #1

    Josephine (Montag, 01 Dezember 2014 17:55)

    Jemand hat seinen Geburtstag nachgefeiert mit einer Riesenparty, an der es auch wirklich überhaupt gar nichts auszusetzen gab.
    Aber für mich, quasi "Unschuld vom Lande", war es doch ein bisschen heftig. Vor allem, dass das am Freitag nicht wirklich im Vergleich zu Partys steht, auf denen sich dreitausend Leute hoffnungslos besaufen und dann mit Gott und der Welt Sex haben...


Mein Hobby (20.November)

Ein Gedanke

Ist nackt und bloß

Bis er dir in die Augen sieht

Und wächst


Und reift

Mit dir

Durch dich

Du formst ihn und er formt dich


Eine Zeit kommt

Wenn er mehr ist

Als nur ein Gedanke von dir

Eine formlose Kontur


Nun schreib ihn auf

Kleide ihn an

Leg ihm Worte in den Mund

Mach ihn perfekt


Lass los

Er ist alt genug

Lass ihn frei

Er braucht dich nicht


Sie sehen ihn

Sie wissen nicht genau

Was du eigentlich willst

Aber was sie wollen


Er gehört dir

Nein, nicht mehr

Ihnen gehört er

Und sie umsorgen ihn gut


Doch diese Liebe

Ist nicht für immer bindend

Die Idee wird sterben

Und der Charakter verblassen


Und er wird nackt

Nackt und bloß und flüchtig

Er ist nur ein Gedanke

Bis er dir in die Augen sieht

Und wächst

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  • #1

    Josephine (Montag, 01 Dezember 2014 17:58)

    Wisst ihr, was ich meine? Jemand anderes ist auch in mir gereift. Helen.

    Ich liebe Worte, Sätze und Buchstaben. Ich liebe das Schreiben, auch, wenn ich es nicht kann.


Revolution (25.November)

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!

Für ein Land, wo's niemals schneit.

Einigkeit und Recht und Freiheit

Ist, soweit das Auge reicht.


Träume einer Menschenwelt,

Die sie in den Armen hält,

Die sie wiegt, vor und zurück-

Ob es scheitert oder glückt.


Einigkeit und Recht und Freiheit!

Und ein Land, wo's niemals schneit!

Und ein Berg ganz weiß vor Schnee!

- Liberté, Égalité, Fraternité - !


Ändert sich das alles schon?

Früchte der Revolution...

Die Erde dreht sich um sich selbst herum,

Und aller Aufruhr ist wieder stumm.

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  • #1

    Josephine (Montag, 01 Dezember 2014)

    Stichwort Arabischer Frühling: Der Präsident ist tot. Es lebe der Präsident!
    Solange, bis man ihn mit Napoléon Bonaparte vergleicht, der den nach dem Sturz des frz. Königs (=keine Monarchie) frz. Kaiser (=doch wieder Monarchie) geworden ist bzw sich selbst dazu ernannt hat.
    Die Erde dreht sich und ab und zu gibt es Krieg oder Frieden und am Ende bleibt sich alles gleich.


Memento mori (29.November)

Du bist wunderschön und zerbrechlich,

Hilflos und doch mächtig,

Du bist das Einzige für mich:

Alles dreht sich nur um dich.


Du bist die Sonne, ich der Planet,

Der sich um sich und um dich dreht,

Dass was auf Ewigkeit besteht

Nicht den Weg alles Irdischen geht.


Ein Kreuz für jeden Tag,

Für jeden Schicksalsschlag.

So langsam wird mir bang,

Denn es dauert nicht mehr lang.


Ein Leben kommt und geht,

Doch die Erinnerung besteht.

Was uns im Grunde alle eint

Ist die Sehnsucht nach Unsterblichkeit.

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  • #1

    Josephine (Montag, 01 Dezember 2014 18:10)

    Das war sehr kurz nach Mockingjay. Ich war müde und ergriffen und adrenalinisiert, alles gleichzeitig.
    Am Ende sterben wir alle. Das ist eine Erkenntnis, die man früher oder später bekommt. Besser früher, dann können wir jeden einzelnen Tag leben als ob's der letzte wär. Memento mori und Carpe Diem. Das ist der gesamte Inhalt des Barock.