Ironie

Erstarrtes Wasser,

Warmes Eis.

Glitzerndes Etwas,

Flüssig und heiß.

 

Verstorbener Stern,

Kinderschar.

Tausend-Fuß-Krater,

Was wohl geschah?

 

Drückende Stille,

Neuer Tag.

Erloschener Wille,

Weil ich das mag.

 

Toter Aasgeier,

Ironie.

Stumm schreib ich's nieder,

Frag mich nicht wie.

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Kommentare: 2
  • #1

    aq (Mittwoch, 19 Februar 2014 12:30)

    HAhahahahhahahhaahhahhahhaahaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahahhhhhhhhhhhhhhhhahahahhahahhahaahhahahahhhahahahahhahahhahahahahhhahahahahahahhahahahahahahahahhhahahahhahahahahhahahahhahahahhahahhahahahahhahhahahhahhaahahahahhahahhaahhahahhahahhahahahahahahha

  • #2

    Josephine (Mittwoch, 19 Februar 2014 13:42)

    Ja, so ungefähr.


Liese

Das kleine Mädchen Liese

Zählte erst zehn Jahr.

Ging über eine Wiese

Und blieb für immer da.

 

Derem kleinen Mischlingshund,

Mit 'nem braunen Ohr,

Wurde das Geheul zu bunt,

Verkroch sich in 'nem Rohr.

 

Hans suchte, Mutter suchte,

Als der Hund verschwand.

Maxi suchte, Fritz fluchte,

doch man den Hund nicht fand.

 

Der steckte fest drin im Rohr;

Winseln hört man nicht,

Nur des Hundes braunes Ohr -

Welch' traurige Geschicht!

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  • #1

    Josephine (Mittwoch, 19 Februar 2014 13:44)

    Ich bin einfach schlecht. Das sollte eine Ballade werden.


C'est moi!

Ich bin ein kleiner Zwerg.

Ich wohne in Windberg.

In einem kleinen Haus;

Mit Katze, ohne Maus.

Die Katze ist mein Lieblingstier,

D'rum sitzt sie jetzt auch neben mir.

Meiner Brüder Karnickel sitzt im Stall

Und macht von früh bis spät Krawall.

Mein Vater hält sich Fische,

Die stehn neben dem Tische.

Meine Mutter will ein Schaf.

Ein Schaf muss sein ganz brav.

Wasser tropft herum.

Was Lele sagt, ist manchmal dumm

Und manchmal klug,

Aber das ist ein alter Hut.

Kilis Zimmer ist blau,

Bei mir sieht's aus wie Sau:

In einer Immobilie,

Da wohnt uns're Familie.

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  • #1

    Josephine (Sonntag, 02 März 2014 12:11)

    Also, soweit zum Vorstellen. Mein Name ist Josephine; und alles andere könnt ihr oben lesen.
    Ach ja, mein Kater heißt übrigens Casanova. Nach dem Liebhaber.


Der Wels

Wellen klatschen an den Fels,

Und das weiß der kleine Wels.

Und daran denkt er, wenn dann und wann

Die Welse sich sehen die Felsen an.

Und da ihn seine gute Mutter

Stets ferngehalten von Fels und Kutter,

Und viel zu vorsichtig ihm war,

Nimmt er die Münze nicht für bar.

Heut Nacht ist er deshalb nicht weich gebettet,

Weil mit Freunden er gewettet,

Er schwämm ganz an den Strand heran

Und säh sich dort die Menschen an.

Doch es kommt, wei's kommen muss:

Die Strafe, sie folgt auf den Fuß:

Die sonst sanfte See sich erhebt,

Und den Wels auf den Felsen zubewegt.

Anfangs mild, dann immer wilder.

 

Es gibt wohl tausend schöne Bilder,

Auf denen das Meer heiß kämpft,

Doch das, was die Freude dämpft

(Des Welses Tod an einem Stein),

Gehört da nicht hinein.

"Weil", so ein Freund des Toten,

"Solche Bilder sind Unglücksboten,

Haben wir den Armen einfach ausgeschnitten

(Besser gesagt, seine Leiche, die auf den Wellen geritten)".

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  • #1

    Josephine (Sonntag, 02 März 2014 12:13)

    Wir waren in Nordfrankreich im Urlaub, und an manchen Flecken am Meer sehen die Wellen ganz schön beeindruckend aus. Aber wenn man sich vorstellt, da drinnen zu sein und gegen die Wellen anzukämpfen...Gute Nacht!


Pour anyone

Es ist drei Leben her,

Seit ich atmete wie Du,

Drei Leben vorbei,

Seit unser eines Herz schlug.

Scheint wie ein Tag.

 

Es verging so geschwind,

Im Fluss der Ewigkeiten,

Nur Schatten von Dir 

Glitten schnell an mir vorbei.

Zeit floss weiter.

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  • #1

    Josephine (Sonntag, 02 März 2014 12:17)

    Drei ist so eine magische Zahl in den Märchen. Besonders drei Leben. Man muss eben in diesem Fall mit der Wiedergeburt rechnen oder mit Geistern, die drei Generationen überdauern...Und schwupps, im "dritten Leben" finden sich die Geliebten wieder und brechen einen Fluch und alle sind glücklich und die Bösewichte werden bestraft. Oder so ähnlich.


Blau

Ich mach jetzt blau.

Blau ist ja was Gutes,

Da bist du gleich guten Mutes.

Bin ich nicht schlau?

 

Wasser ist blau.

Man braucht es zum Leben,

Und zum darin sich bewegen.

Bin ich nicht schlau?

 

Himmel sind blau.

Ich wär gern im siebten,

Bei all denen, die mich liebten.

Bin ich nicht schlau?

 

Vieles ist blau.

Zum Beispiel Tinte

(Zum Schreiben diese mal finde!).

Bin ich nicht schlau?

 

Ich mach jetzt blau.

Blaue Beeren knallen:

So lass' ich's mir gefallen.

Ich mache blau.

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  • #1

    Josephine (Sonntag, 02 März 2014 12:21)

    Ich muss gestehen, dass ich eigentlich noch nie irgendetwas geschwänzt habe, aber Lust hätte ich schon manchmal. Da ist es auf jeden Fall gut, eine Ausrede zu haben. "Wo hast du denn gesteckt? Willst du einen Verweis kassieren?" - "Entschuldigung, Herr Lehrer, aber... Ach, schaun Sie mal auf never1wshakespeare.jimdo.com, da haben Sie meine Meinung."


Ausgeklinkt

Sonnenschein

Lacht

Durchs Fenster.

Schließe die

Läden:

Dunkel.

 

Dunkelheit

Kriecht

Durch den Raum.

Schließe die

Augen:

"Sinn"-flut.

 

Duftstoffwelt

Stürzt

In mein Hirn.

Atme durch

Den Mund:

Lauter.

 

Lärm, Geräusch

Fängt 

Die Fantasie.

Öffne

Nase, Augen, Läden:

Zurück.

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  • #1

    Josephine (Sonntag, 02 März 2014 12:23)

    Tolles Gefühl. Empfehle ich dringendst auszuprobieren. Tut auch gar nicht weh, nur gut.


Eile

Einsam

Liegt der Flur.

Keine Eile:

Halbe Stunde

Noch; kaum

Fünf Meter.

 

Einer

Im Flur.

Keine Eile:

Fünfundzwanzig Minuten

Noch; kaum

Fünf Meter.

 

Schritte

Schlendern langsam.

Keine Eile:

Zwanzig Minuten

Noch; kaum

Viereinhalb Meter.

 

Rascheln:

Armbanduhr?

Keine Eile:

Viertelstunde

Noch; kaum

Viereinhalb Meter.

 

Stimmen

In der Ferne.

Warum Eile?

Zehn Minuten 

Noch; kaum

Drei Meter.

 

Bisschen

Beeilung, vielleicht.

Doch nicht Eile:

Fünf Minuten

Noch; kaum

Zwei Meter.

 

Schnelle

Schritte hallen.

So viel Eile:

Nur eine Minute

Noch; und

Zwei Meter.

 

Halt!

Eine Minute?

Viel mehr Eile:

Eine Minute 

Noch; und

Drei andere Gänge!

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  • #1

    Josephine (Sonntag, 02 März 2014 12:27)

    Das, glaube ich, ist über die Mittagspause. Wenn man in der Mittagspause von unserem Klassenzimmer auf den Flur geht, dann ist man quasi in einer anderen Welt. Da ist alles still, und man begegnet kaum einem. Manchmal werde ich davon so verzaubert, dass ich darüber die Zeit vergesse.